Erektile Dysfunktion – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Eine erektile Dysfunktion kann unterschiedliche Ursachen haben. Diese müssen zunächst vom Arzt abgeklärt werden. Erst danach kann sich eine sinnvolle Behandlung anschließen.

Erektile Dysfunktion ist eine Krankheit mit vielen Ursachen
Erektile Dysfunktion oder Impotenz beschreibt die Unfähigkeit, einen Beischlaf auszuführen. Der Penis wird dabei unzureichend steif, sodass eine Penetration nicht möglich ist. Dies ist ein Problem, das bei vielen Männern gelegentlich auftritt. Nur wenn es regelmäßig der Fall sein sollte, muss es behandelt werden. Davon abzugrenzen ist die Zeugungsunfähigkeit. Dabei befinden sich zu wenig aktive Spermien im Ejakulat des Mannes. Er kann zwar den Beischlaf ausführen, aber seine Partnerin bekommt kein Kind.

Die Ursachen der erektilen Dysfunktion lassen sich grob in körperliche und psychische Ursachen einteilen. Oft ist die Impotenz das Zeichen einer anderen Krankheit. Häufige Potenzstörungen können zum Beispiel auf ernsthafte Herz-Kreislauferkrankungen hindeuten. Diabetes führt ebenfalls oft zur zeitweisen oder vollständigen Impotenz. Eine weitere Ursache für Impotenz können neurologische Erkrankungen sein. Dazu gehören unter anderem Multiple Sklerose, Schlaganfall und die Querschnittslähmung.

Weitere Ursachen sind in der persönlichen Lebensführung zu finden. Übermäßiger Alkoholgenuss und Rauchen ist eine der möglichen Ursachen. Auch bestimmte Medikamente können Impotenz als Nebenwirkung haben. In diesem Fall muss der Beipackzettel gut studiert und der Arzt gefragt werden.

Psychische Ursachen äußern sich häufig in Versagensangst. Wenn es ein- oder zweimal nicht geklappt hat, wird der Druck auf den Mann immer größer. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass es beim nächsten Mal erneut nicht funktioniert.

Folgende Behandlungsmöglichkeiten gibt es
Die bekannteste Möglichkeit sind Medikamente wie z.B. Tadalafil. Diese funktionieren aber nur, wenn der Betroffene sexuelle stimuliert wird. Bevor der Patient diese Medikamente einnimmt, ist es wichtig, dass er vom Arzt genau untersucht wird. Bei bestimmten Krankheiten können diese Medikamente gefährliche Nebenwirkungen haben. Sollte das der Fall sein, muss auf eine andere Behandlungsmöglichkeit ausgewichen werden.

Urologen verwenden oft die sogenannte Schwellkörper-Injektionstherapie. Dabei spritzt der Patient den Wirkstoff mit einer Spritze in die Schwellkörper des Penis. Das hört sich unangenehmer an als es ist. Die Nadel ist sehr fein, sodass der Patient kaum Schmerzen verspürt. Im Gegensatz zu den Medikamenten funktioniert diese Methode auch, wenn der Patient nicht sexuell stimuliert wird. Auch hier darf die Anwendung nur unter der Kontrolle eines Arztes erfolgen.

Viele Männer setzen Vakuumpumpen ein. Diese erzeugen einen Unterdruck. Dadurch strömt Blut in den Penis und lässt diesen anschwellen. Notwendig ist außerdem ein Ring. Dieser wird an der Peniswurzel festgemacht. Er soll verhindern, dass das Blut sofort wieder abströmt.
Nur wenn der Leidensdruck sehr stark ist, sollte an die Möglichkeit einer Penisprothese gedacht werden. Da sich diese nicht mehr entfernen lässt, ist es ratsam, diesen Schritt gut zu überlegen. Das gilt auch für einen operativen Eingriff. Dieser ist nicht nur riskant, sondern auch nicht in jedem Fall erfolgreich.

In vielen Fällen ist eine begleitende Psychotherapie notwendig. Diese behebt die psychischen Ursachen der Impotenz. Selbst wenn die Ursache körperlich ist, ist eine erektile Dysfunktion eine starke Belastung für die Psyche.

Impotenz ist ein Problem vieler Männer. Aus diesem Grund gibt es diverse Angebote, von denen viele aber nicht seriös sind. Vor allem das Internet ist voller Angebote, die angeblich sichere Hilfe versprechen. Von diesen Angeboten muss dringend abgeraten werden. Oft haben sie nicht nur keine Wirkung, sondern sind sogar gesundheitsschädlich.

Fazit
Erektile Dysfunktion muss kein Mann hinnehmen. Es gibt sehr wirkungsvolle Medikamente, die sicher wirken. Wichtig ist, dass zunächst nach den Ursachen geforscht wird. Erst dann kann mit der Behandlung begonnen werden. Oft spielen psychische Faktoren eine wichtige Rolle. Eine Psychotherapie kann in diesem Fall hilfreich sein. Gegen Impotenz gibt es unzählige Angebote im Netz. Diese sollten kritisch hinterfragt werden. Häufig gibt der Patient viel Geld aus, ohne dass eine Wirkung erkennbar ist.

Quellen:

Männergesundheit (2018): Über Erektionsstörungen spricht man(n) nicht. Online verfügbar unter: https://www.maennergesundheit.info/erektionsstoerungen/erektionsstoerungen-ueberblick.html, zuletzt geprüft am 26.04.2018.

Müller, I. (2016): Impotenz. Online verfügbar unter: https://www.netdoktor.de/symptome/impotenz/, zuletzt geprüft am 26.04.2018.

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